Spreadshirt Stories
Ramona mag es schwarz
Ramona kommt aus Bautzen und macht eine Ausbildung zur Buchbinderin in Ostfriesland. Das ist die Geschichte ihres Spreadshirts...
Mein erstes Mal Spreadshirt war was recht Simples. Ein schwarzer Distressed Hoody für Mädchen mit der Aufschrift „schwarzerschwachsinn“ in matt silbermetall.
Was bedeutet „schwarzerschwachsinn“?
Das ist mein 'Nick' (Spitzname) im Netz, u.a. auf so einer Kontaktseite für Metal hörende Individuen. Schon lange fühlte ich mich damit ganz gut repräsentiert. Doch was, wenn man jemanden mit ähnlichen Interessen mal trifft? Gerade zufällig, vielleicht auf einem Konzert? Dann wäre ich leichter zu erkennen mit dieser Art Aufdruck, auch wenn Teile davon durch meine infernalisch lange Haarpracht verdeckt werden.
Wie bist Du auf Spreadshirt gekommen?
Wie genau ich nun zu Spreadshirt kam, ist nur noch vage nachzuvollziehen. Hatte mal nach so was „gegoogelt“. Meine Muse, nach Besuch der Website sogleich angestachelt durch die ausgefallenen Motive vom Marktplatz, packte mich auf der Stelle. Freudig erregt durch die Liebe zu meiner Vorstellung von meiner mir zukünftig eigenen Klamotte, brauchte ich nur noch wen, der es mir ordentlich besorgt. Spreadshirt bekam seine Chance, denn der Auftritt überzeugte mich schlichtweg! Das Verwirklichen meiner Vision war dank T-Shirt Designer ein Kinderspiel. Mein Kuschelpullover lag also Minuten später in passender Größe in meinem Warenkorb. Und binnen zwei Tagen stand er dann da, vor meiner Tür. Ich hatte schon mehrmals täglich ungeduldig den Stand meiner Bestellung durch die farbigen Kästchen auf meinem Profil verfolgt. Sogar eine Waschanleitung gab es dazu, hehe. Wäschewaschen ist doch nur was für Mädchen… ehm, ja. Meine erste Amtshandlung damit waren Poserfotos.
Bist Du auf den Hoodie schon angesprochen worden?
Ich wurde schon häufig darauf angesprochen, zumindest von denen, die den Humor verstehen. "Wohl eher schwarzer Wahnsinn" gab's auch schon als Reaktion. Sollte mir das - trotz Doppeldeutigkeit - wohl schmeicheln und ausnahmsweise nicht auf meinen Geisteszustand bezogen sein? Dann kommen die, die's nicht kapieren: "Was steht da auf deinem Shirt? Und wieso?" oder "Was bedeutet schwarzerschwachsinn, wenns sogar 'nen Pullover davon gibt?" Darauf antworte ich dann sowas wie "Es bedeutet, in und über den Dingen zu sein" ;-) "Das passt zu dir." Ich trage den Pullover auch auf der Arbeit.
Wie würdest Du Death Metal beschreiben?
Death Metal könnte bei der akustischen Simulation eines Bombenangriffs auf deinen Briefkasten entstehen: während sich der Postbote (seine Laryngektomie hinter sich) lauthals darüber aufregt, die xte Sendung dieses Tages nicht zustellen zu können. Stimmliche Lautuntermalung gibts in Form von Growls und Grunts (je tiefer, desto besser). Die Texte muss man nicht verstehen, aber meist gehts ums 'tot sein' und 'aua zufügen'. Die Szene will nach außen möglichst roh und kompromisslos wirken, doch die sich selbst reflektierenden, wahren Individualisten, nehmen sich selbst nicht ernst und haben einfach nur ihren Spass im Spiel mit den Klischees. Opfer der Klischees sind Stinos (stinknormale Menschen), die nicht hinter die Fassade blicken können/wollen/sollen. Am besten verkörpert wird all das durch unrasierte, langmähnige 100 kg schwere Zwei-Meter-Männer, die in schwarzen Klamotten und Boots finster drein Blicken.
