Freistellungsbescheinigung Formular wie ausfüllen?

Gibt es irgendwo eine genaue Anleitung, wie man mit Wohnsitz in der Schweiz das Formular für die Freistellungsbescheinigung ausfüllen muss?

https://help.spreadshirt.com/hc/de/articles/212640345-Quellensteuer-auf-Designpreis-Verg%C3%BCtung

Ich habe das Formular für die Freistellungsbescheinigung (Schweiz) soeben angeschaut. Es gibt viele Informationen, die man hier eintragen muss, die wir als Designer nicht haben bzw. die uns Spreadshirt mitteilen muss. Ohne zusätzliche Informationen bzw. ohne eine detaillierte Anleitung seitens Spreadshirt, wird es nicht möglich sein, dieses Formular vollständig und korrekt ausfüllen zu können.

Ja, der Meinung bin ich eben auch. Ich habe Spreadshirt angeschrieben. Mal sehen was als Antwort kommt.

Hallo @Teslawissen.ch und @Sal71 ,

da es sich hier um ein steuerrechtliches Formular handelt dürfen wir in diesem Fall aus rechtlichen Gründen nicht in beratender Funktion agieren und demnach ist es uns nicht erlaubt eine Anleitung für das Ausfüllen des Formulars bereitzustellen. Trotzdem möchte ich an der Stelle nachfragen, welche konkreten Informationen euch denn von unserer Seite aus fehlen? Eigentlich dürfte es nämlich nicht nötig sein, dass Spreadshirt in diesem Fall eingreifen muss (aus eben genannten Gründen). Falls es doch der Fall sein sollte, dass euch eben solche konkreten Informationen fehlen, müssen wir das natürlich schleunigst prüfen.

Danke schonmal für euren Beitrag.

LG Ben

Hallo @Ben_von_Sprdshrt

Da ich damit gerechnet haben, dass solche Infos hier allenfalls nicht bereitgestellt werden, habe ich am 27.12.2021 eine E-Mail direkt an partner@spreadshirt.net gesendet und genau beschrieben (inkl. Screenshots aus dem Antragsformular) welche fehlende Informationen ich als Designer von Spreadshirt benötige, damit ich das Antragsformular korrekt und vollständig ausfüllen kann. Frank von Spreadshirt hat geantwortet und mitgeteilt, dass er dies mit der Steuerabteilung abklären wird, und mir anschließend die Infos liefern wird. Die Mitarbeiter der Steuerabteilung sind zurzeit jedoch weihnachtsbedingt nicht im Haus.

Schau dir doch mal meine E-Mail vom 27.12.2021 an, so kannst du selber beurteilen, ob es sich hier um Informationen handelt, die für alle Designer nützlich sein könnten.

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Hallo, ich bin Franzose, und auch ich habe Schwierigkeiten, dieses Dokument auszufüllen, es wäre gut, wenn Spreadshirt uns ein Minimum helfen würde. Ich habe dem partner@spreadshirt.net auch eine E-Mail geschickt, in der Hoffnung auf eine Klärung.

Naja. Wenn man sich das Formular ansieht, dann fehlen einem als “Partner” sozusagen alle benötigten Informationen. In den Feldern wo steht “z.B. Autor” was soll man da eintragen usw.

Wieso solltet ihr da keine Anleitung bereitstellen dürfen? Bei Amazon kann man z.B. das w8-ben Formular direkt auf deren Seite online ausfüllen. Ist ja so in etwa das gleiche, einfach für die USA…

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Hi, in dem Fall würde ich sagen, wir lassen den Kolleg*innen vom Customer Service noch ein wenig Zeit, in diesem Fall ist ja dann schon alles nötige in Bewegung gesetzt. Auf das Email Postfach habe ich allerdings keinen Zugriff. Aber wie gesagt, die Kollegen werden sich ja darum kümmern und ich bespreche mich auch noch mal mit unserer Steuerrechtsabteilung um abzuklären inwiefern es möglich ist, euch beim Ausfüllen zu unterstützen (@Topseller ).

LG Ben

Letztendlich spielt es aus Schweizer Sicht nur eine Rolle, ob man in der Schweiz Mehrwertsteuerpflichtig ist oder nicht. (Mehrwertsteuer = Schweizer Umsatzsteuer, muss man ab 100’000 Franken Umsatz bezahlen…) Wenn man keine Mehrwertsteuerpflicht hat, muss man die Provisionen von Spreadshirt nur bei der Steuererklärung als Einkommen angeben und ganz normal Einkommenssteuern bezahlen…

Wenn man wüsste, wie man das Formular ausfüllen muss, wäre das ja nichts Grosses. Aber wenn man das Formular anschaut, dann hat man einfach keinen Plan, was da rein muss.

Das ist ein interessantes Fakt. Danke! Aber Spreadshirt zieht doch 20.5% von der Provision ab. Bedeutet das, dieser Abzug wird nur gemacht wenn man Mehrwertsteuerpflichtig ist?

Nun, ich habe gerade eine Antwort per E-Mail von Spreadshirt bekommen, sie weigern sich, mir zu helfen …

@Teslawissen.ch Du vermischt da Dinge. Bei dem Formular hier geht es um Abzug der deutschen Quellensteuer. Das hat nichts damit zu tun, wie man die Provisionen in der Schweiz versteuern muss. Der Mehrwertssteuerstatus spielt nur bei den Steuerangaben in der Schweiz eine Rolle. Wegen dem Doppelbesteuerungsabkommen sollten eigentlich alle Schweizer die gesamte Provision ohne Abzug bekommen, egal wie man das dann in der Schweiz angeben muss.

Die Umsatzsteuer auf die verkauften Produkte werden immer von Spreadshirt bezahlt und auch bei den Provisionen abgezogen… Das hat aber nichts damit zu tun, wie man seine Provisionen in der Schweiz versteuern muss…

Ah schade, das wäre ja auch zu schön gewesen. Ok, dann rekapituliere ich das Ganze:

Ich lebe in der Schweiz und bin nicht MwSt pflichtig. Ich versteuere ganz normal den Betrag, den Spreadshirt mir überweist.

Spreadshirt zieht mir aber neu ab 01.01.22 vermutlich 20.5% von meinen Provisionen ab, da ich meinen Wohnsitz nicht in Deutschland habe, sofern ich nicht mit diesem Formular den Betrag vom deutschen Staat zurück fordere.

Oder verstehe ich das falsch und Spreadshirt wird mir gar keine 20.5% abziehen, WEIL ich in der Schweiz lebe und es ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz gibt? Das hat Spreashirt nämlich in ihrer Mail anders kommuniziert (siehe Anhang).

Im Artikel von Spreadshirt steht ja dann auch

“Eine Steuerentlastung ist ab 2022 nur noch durch eine gesonderte Antragstellung in Form einer Freistellungsbescheinigung möglich.”

Also so wie ich das sehe wird der Abzug in jedem Fall gemacht und ich muss eben über das Formular den Betrag beim deutschen Staat zurück fordern


. Wenn man dann wüsste wie man dieses saukomplizierte Formular ausfüllen soll…

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Im Moment prüfen wir mit unserer Rechtsabteilung inwiefern wir euch doch eine Hilfestellung zum Ausfüllen geben dürfen. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, muss man wenn es um Steuerrecht geht immer alles sehr genau prüfen. Als Firma dürfen wir nämlich in keiner Weise “beratend” tätig werden. Ich hoffe, dass ich euch nächste Woche, wenn wirklich alle wieder aus den jeweiligen (wohl verdienten) Urlauben zurück sind etwas konkretes dazu sagen kann.

LG und einen guten Rutsch,

Ben

Hallo,
Wir (Designer) verstehen Ihren Standpunkt, aber die Regeländerung war sehr brutal.

Für französische Designer, die plötzlich Steuerpapiere mit auszufüllenden Texten in Deutsch & Englisch sehen, sehr schwer verständlich, voller Rechtsbegriffe (Autor / Herausgeber / Betreiber des Werkes) und Informationen, die unbekannt sind.

Außerdem forderte er uns auf, diese uns unbekannten Dateien oder nach Deutschland zu schicken (was uns teuer zu stehen kommt) und dann eine “Vollmacht” zurückzusenden.

Kurz gesagt, wir verstehen nicht viel.

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Hallo,
ich stehe vor dem selben Problem, lese mal mit und bin gespannt, welche Hilfe Spreadshirt uns anbieten kann.
@Teslawissen.ch so wie ich es verstehe sind es nicht 20.5% sondern 15% und 5.5% auf diese 15% (müssten also 15.82% sein…). Ist aber immer noch genug um ausser acht zu lassen…

Beispielrechnung:
Steuerabzug für einen Marktplatz Designer mit (Wohn-) Sitz in Belgien
100,00 EUR Vergütung aus dem Designpreis

  • 15,00 EUR 15% Quellensteuer
  • 0,82 EUR 5,5% Solidaritätszuschlag auf Quellensteuer
    = 84,18 EUR Auszahlungsbetrag der Vergütung aus dem Designpreis

Spreadshirt ist in diesem Beispiel verpflichtet, die Steuer in Höhe von 15,82 EUR beim deutschen Bundeszentralamt für Steuern anzumelden und an dieses abzuführen.

Habe eine E-Mail-Antwort von Spreadshirt erhalten. Spreadshirt hat sich leider auch bei mir geweigert (oder ist nicht in der Lage), mir die notwendigen Informationen zu geben, damit ich das Formular vervollständigen kann, mit der Begründung (oder Ausrede?), dass sie keine Steuerberatung anbietet. Dabei wären es wirklich nur ein paar wenige Einträge. Meiner Meinung nach, hat diese nichts mit Steuerberatung zu tun, sondern mit Kundenservice und Kooperation. Wäre die Antwort gewesen „Wir können Ihnen die Informationen nicht liefern, weil wir selber nicht Bescheid wissen“, dann hätte villeicht ein Minimum an Verständnis dafür gehabt. Aber zu sagen, dass man keine Steuerberatung anbietet, das ist schon ziemlich „schwach“.

Man nehme sich Merch by Amazon als Vorbild. Die stellen eine detaillierte Anleitung an ihre Designern zu Verfügung, wie man das entsprechende Formular für die USA ausfüllt (dort heißt es W-8BEN). Merch by Amazon bietet auch keine Steuerberatung an, doch sie stellt ihren Designern eine detaillierte Anleitung zur Verfügung als Hilfestellung (nicht Steuerberatung!). Tax Information Interview Guide

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Interessant! Danke für den Hinweis. Muss ich mir vielleicht mal genauer ansehen. Eventuell macht es dann ja Sinn den PoD-Anbieter zu wechseln.

Im Antragsformular gibt es einige Felder dessen Angaben meiner Meinung nach nichts mit einer „Steuerberatung“ zu tun haben. Hier ein Beispiel:

Art des Urheberrechtes:

Was ist nun so schlimm daran oder risikobehaftet, wenn uns Spreadshirt sagt, was wir in diesem Feld eintragen sollen? Was hat das mit „Steuerberatung“ zu tun? Das ist doch lediglich eine allgemeingültige technische Anleitung. Eine Steuerberatung wäre es, wenn es sich um persönliche oder einkommensspezifische Angaben handeln würde. Aber doch nicht für solche Angaben. Oder sehe ich das falsch??

Neben dem oben erwähnten Beispiel, gibt es noch einige andere Angaben in dieser Art, die wir benötigen würden, um das Formular vervollständigen zu können.

Also, ich gebe es auf. Hier der Mailverlauf, den ich mit Spreadshirt Support hatte. Ich denke ich werde mal andere Möglichkeiten für den PoD Verkauf in Deutschland prüfen. Obwohl diese ja rechtlich gesehen vermutlich den gleichen neuen Bedingungen ausgesetzt sind. Aber mit Spreadshirt bin ich auch bezüglich der Qualität (Haltbarkeit des Drucks) schon länger nicht mehr so zufrieden.

Hallo Patrick,
vielen Dank für Deine Geduld.
Könntest Du uns bitte noch mitteilen, welche Informationen genau Du benötigst.
Vielen Dank im Voraus.
Viele Grüße
Frank
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Hallo Frank,
Vielen Dank für deine Antwort. Für mich als natürliche Person in der Schweiz lebend dürfte folgendes Formular im Anhang gültig sein.
Ich gehe die Punkte nach Absatznummer mal durch:
2. Ist das Spreadshirt? Welche Vergütungen? Ist das die Provision, die mir abgezogen wurde und mir mit diesem Formular wieder erstattet wird?
3.1 Was für ein Lizenzvertrag?
3.1.1 Was muss hier eingefüllt werden?
3.1.2 Ist das Spreadshirt? Oder bin das ich? Es geht nicht nur um ein Werk. Was soll man hier eintragen?
3.1.3 Ich nehme an das bin ich, oder?
3.1.4 Wer soll das sein?
3.3 Muss hier etwas ausgefüllt werden?
4. Muss hier etwas ausgefüllt werden?
5. Was muss hier eingefüllt werden?
6b Brauchen wir hier nicht ein Dokument von Spreadshirt?

Kurz gesagt, es ist absolut nicht klar was in dem ganzen Formular ausgefüllt werden muss.
Viele Grüsse
Patrick

Hallo ‌Patrick,
vielen Dank für Deine E-Mail.
Nach Rücksprache mit unserer Steuerabteilung wurde ich darauf hingewiesen, dass wir leider keine Beratung zu steuerrechtlichen Themen geben dürfen.
Bitte kontaktiere diesbezüglich bitte einmal einen Steuerberater oder Dein zuständiges Finanzamt.
Vielen Dank für Dein Verständnis.
Viele Grüße
Frank
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