Jetzt geht es dem ersten Account-Manipulator an den Kragen

Hallo zusammen,

dieses Posting scheint auf den ersten Blick nicht viel mit Spreadshirt zu tun zu haben. Ich stelle es daher mal unter “Sonstiges” ein. Tatsächlich aber hat es sehr viel mit Spreadshirt zu tun. Wie viel - das werde ich etwas weiter hinten erklären.

Zunächst einmal: Was ist überhaupt passiert? Zum allerersten Mal seit der Okkupation des Internets durch die Internet-Monopolisten und ihre Nachahmer, gibt es Gegenwehr auf breiter Front. Unmittelbar betroffen ist erst einmal nur Youtube, aber Youtube könnte auch durch jeden anderen Monopolisten oder einen Nachahmer ersetzt werden, denn die Probleme sind überall identisch.

Der bekannte Youtuber Jörg Sprave hat sich nicht nur mit zahlreichen anderen Youtubern zusammengeschlossen, sondern auch die IG Metall als Gewerkschaft ins Boot geholt. Die Gemeinschaft nennt sich Fairtube und Fairtube hat nun Youtube ein Ultimatum gestellt. In 4 Wochen ändert Youtube sein Kindergartenverhalten oder die Anwälte der IG Metall befassen sich einmal mit der Sache.

Dabei ist vor allen Dingen ein Punkt ganz herausragend: Die Unterstellung einer möglichen Scheinselbständigkeit. Kurz gesagt kann man von einer Scheinselbständigkeit immer dann ausgehen, wenn der Selbständige nur für einen oder zwei Auftraggeber oder fast ausschließlich dafür arbeitet. Wenn so eine Klage vor Gericht Erfolg hat, muss Youtube mindestens die Sozialversicherungsbeiträge in Milliardenhöhe nachzahlen.

Sollte diese Gruppe um Jörg Sprave mit ihren Forderungen durchkommen, dann hat dies mit ziemlicher Sicherheit einen Schneeballeffekt, der früher oder später auch Auswirkungen auf andere Account-Vergeber hat. Diese handeln nämlich momentan noch immer nach dem Motto, dass sie Hausrecht hätten. Dem ist aber nicht so. Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob ich einfach nur eine private Diskussionsseite ins Internet stelle und Leute suche, die einfach nur diskutieren oder ob mit einem solchen Account Einnahmequellen verbunden sind, an den möglicherweise ganze Existenzen hängen. Im ersten Falle habe ich virtuelles Hausrecht, im letzteren nicht! Im ersten Fall bin ich in etwa vergleichbar mit einem Wirt, der jeden Gast nach Gutdünken vor die Tür setzen kann, im letzteren Fall bin ich vergleichbar mit einem Vermieter, der weder einfach die Schlösser austauschen darf, noch sonst etwas unternehmen darf um mir die Nutzung des Mietobjekts zu erschweren. Im ersteren Fall habe ich Gast-Status, im letzteren Besitzer-Status.(…nicht zu verwechseln mit Eigentümer-Status).

Hier das Video von Jörg Sprave

Und warum betrifft das auch Spreadshirt? Nunja, viele der Vorwürfe, die dort gegen Youtube erhoben werden, wie mangelnde Transparenz oder den Einsatz unabhängiger Entscheidungsinstanzen, auch gegen Spreadshirt erhoben werden könnten.

Zudem ist es sowohl bei Youtube, als auch bei allen anderen Monopolisten und auch bei Spreadshirt so, dass hin und wieder einfach die Regeln geändert werden - oftmals zum Nachteil der Partner. Auch das geht nicht

Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.

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